Zweite Tagung
Beschäftigungspolitik von Unternehmen.Theoretische Erklärungsansätze und empirische Erkenntnisse, 02./03.12 2004, Universität Duisburg-Essen
Am 02. und 03. Dezember 2004 fand in der Tagungsstätte "Die Wolfsburg" (Mülheim/Ruhr) die zweite Tagung des Arbeitskreises zum Thema "Beschäftigungspolitik von Unternehmen.Theoretische Erklärungsansätze und empirische Erkenntnisse" statt.
Im Rahmen der Tagung fanden folgende Vorträge statt (deren Präsentationen z.T. hier heruntergeladen werden können):
- Hanns-Georg Brose/Martin Diewald/Anne Goedicke (Universität Duisburg-Essen: Betriebliche Beschäftigungspolitik und die Herausforderungen des demografischen Wandels
- Matthias Knuth/Marcel Erlinghagen (Institut für Arbeit und Technik: Flexible Unternehmen - stabile Beschäftigung?
- Olaf Struck/Tim Schröder (Friedrich-Schiller-Universität Jena: Zur Zeitdimension von Personalstrukturen: Theoretische Zugänge und empirische Befunde
- Heiko Massa-Wirth/Hartmut Seifert (WSI Düsseldorf): Betriebliche Bündnisse für Arbeit - Flexibilisierung der Personalpolitik
- Dorothea Voss-Dahm (Institut für Arbeit und Technik): Geringfügige Beschäftigung und die Veränderung innerbetrieblicher Arbeitsmärkte im Einzelhandel
- Karen Jaehrling/Claudia Weinkopf (Institut für Arbeit und Technik): Einfacharbeit im Wandel
- Christian Pfeifer (Universität Hannover): Die betriebliche Nachfrage nach befristeter Beschäftigung und Leiharbeit: Eine theoretische und empirische Analyse mit Daten aus dem Hannoveraner Firmenpanel
- Rüdiger Kabst (Justus-Liebig-Universität Gießen)/Ingo Weller (Universität Flensburg): Downsizing: Eine institutionalistisch orientierte empirische Analyse
- Irma Rybnikova (Technische Universität Dresden): Externalisierung von Führungsaufgaben am Beispiel von Interim Management: Theoretische Widersprüche und empirische Ergebnisse
- Uta Wilkens (Ruhr-Universität Bochum): Der psychologische Vertrag hochqualifizierter Arbeitskraftunternehmer als Herausforderung und Wegweiser für die Beschäftigungspolitik wissensintensiver Unternehmen
- Albert Martin (Universität Lüneburg): Beschäftigungsverhalten aus dem Blickwinkel der Anreiz-Beitrags-Theorie. Ergebnisse von Simulationsrechnungen
Das komplette Tagungsprogramm können Sie auf dieser Seite auch im PDF-Format herunterladen.
Tagungsband erschienen
Nienhüser, W. (Hg.) 2006: Beschäftigungspolitik von Unternehmen Theoretische Erklärungsansätze und empirische Erkenntnisse. Rainer Hampp Verlag: München, Mering (ISBN 3-86618-029-2, 262 S., Euro 24.80) (http://www.Hampp-Verlag.de)
Wie und warum unterscheiden sich Betriebe in ihrer Beschäftigungspolitik, das heißt, in den grundlegenden Handlungsmustern des Aufbaus, der Aufrechterhaltung und des Abbaus von Beschäftigung in Unternehmen? Diesen beiden Fragen widmen sich alle Beiträge des Buches. Matthias Knuth und Marcel Erlinghagen zeigen, dass sich eine Beschleunigung des Arbeitsmarktgeschehens bislang empirisch für die Periode von 1975 bis 1995 nicht nachweisen lässt. Olaf Struck und Tim Schröder analysieren die Unterschiede betrieblicher Beschäftigungsdauern in Ostdeutschland im Vergleich zu Westdeutschland. Dorothea Voss-Dahm untersucht, wie Unternehmen geringfügige Beschäftigung nutzen. Karen Jaehrling und Claudia Weinkopf analysieren, wie sich "Einfacharbeit" im Dienstleistungsbereich verändert hat. Auf Basis von Intensivinterviews erhebt Uta Wilkens Wahrnehmungen und Problemverarbeitungen von hochqualifizierten "Arbeitskraftunternehmern". Anne Goedicke, Hanns-Georg Brose und Martin Diewald untersuchen die Herausforderungen des demografischen Wandels und der Veränderungen der Beschäftigungsverhältnisse für die Bindung von Beschäftigten an die Betriebe. Heiko Massa-Wirth und Hartmut Seifert fragen, welche Faktoren die Existenz und Form von "Betrieblichen Bündnissen für Arbeit" erklären können. Christian Pfeifer untersucht, wovon die Nachfrage der Betriebe nach befristeter Beschäftigung und Leiharbeit abhängt. Ingo Weller und Rüdiger Kabst analysieren den Einfluss von Legitimität und Institutionen auf die Wahrscheinlichkeit von "Downsizing"-Maßnahmen und deren Ausformungen. Sämtliche Aufsätze tragen dazu bei, das Empirie-, Theorie- und Erklärungsdefizit der personalwirtschaftlichen Diskussion zu reduzieren.